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Werkstattlesung: Paul Ferstl - Rostrot

Der Autor

Paul Ferstl, geboren 1981 in Leoben, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien und an der Freien Universität Brüssel. Den Zivildienst leistete er in Rumänien ab. Seit 2006 lehrt er an der Universität Wien. Nach Stationen in der Restitution, im wissenschaftlichen Verlagswesen und in der internationalen Provenienzforschung lebt er seit 2022 als freier Schriftsteller in Wien. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet; im Frühjahr 2028 erscheint im Wiener Milena Verlag sein Roman Rostrot, der mit dem Theodor Körner-Preis 2023 und mit Elias Canetti-Stipendien der Stadt Wien (2023-2025) gefördert wurde.

https://paulferstl.com

Das Werk
Rostrot – 11. März 1938

Rostrot ist ein literarisches Projekt des österreichischen Schriftstellers Paul Ferstl, das von der steirischen Eisenstraße der Jahre 1933 bis 1950 erzählt. Der erste Band, der im Frühjahr 2028 erscheinen wird, handelt von den Jahren des Austrofaschismus bis zum sogenannten „Anschluss“. Das Projekt wurde bereits mit dem Theodor Körner-Preis 2023 ausgezeichnet und mit Elias Canetti- Stipendien der Stadt Wien (2023-2025) gefördert. In Mistelbach wird Paul Ferstl Szenen vom 11. März 1938 vorstellen.

In den Worten der Jury für das Elias Canetti-Stipendium 2025: „Rostrot“ kann man ohne Übertreibung als gewaltiges, in seiner Dimension in der österreichischen Literatur einzigartiges literarisches Projekt bezeichnen, bei dem mit erzählerischen Mitteln über den Zusammenhang von Industrialisierung und politischer und damit gesellschaftlicher Entwicklung reflektiert wird. Am Beispiel der steirischen Eisenstraße erzählt Paul Ferstl – immer entlang historisch belegter Ereignisse und Personen – die Geschichte einer Industrieregion zwischen 1933 und 1950 aus unterschiedlichen Perspektiven und schafft so eine Arbeiter-, Unternehmer-, Widerstands-, Mitläufer- und Wiederaufbausaga, die nichts weniger darzustellen versucht, als das fragile, mitunter fragwürdige und doch tragfähige Fundament der Zweiten Republik.

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22. Oktober

Lesung: Elisabeth Lexer